#01/2005
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Leonardo da Vinci Pilot Projekt (A/04/B/F/PP-158.130)
http://www.prequalonline.org
Maiz (Autonomes Integrationszentrum von und für Migrantinnen;
Linz, Austria)
EBG (Europäische Bildungswerke für Beruf und Gesellschaft
e.V.; Magdeburg, Germany)
INHALT::
1. Projektprofile: Ziele/ Konzept/ Grundsätze/ Hintergrund
2. Produkte
3. Vergleichende Studie – Ergebnisse und Empfehlungen
4. Nationale Workshops (Österreich, Griechenland, Deutschland und Italien)
5. Projektkalender
Leonardo da Vinci Pilot Projekt – PreQual
Laufzeit: 1. Oktober 2004 – 31. März 2007
1.PreQual: Vorqualifizierung für Migrantinnen im Gesundheits- und Pflegebereich,
Pilot Projekt
1.1. Die Ziele
PreQual ist ein innovatives Pilot Projekt innerhalb des Leonardo da Vinci Berufsbildungsprogramms
mit den Zielen, ein Curriculum für die Vorqualifizierung von Migrantinnen für eine
Arbeit im Gesundheits- und Pflegebereich zu entwickeln, zu testen und zu veröffentlichen, die
Abbruchquote in der beruflichen Weiterbildung in Gesundheits- und Pflegebereichen zu senken
sowie zur Verbesserung der Integration von Migrantinnen in den Arbeitsmarkt beizutragen. Ein
weiteres Ziel ist das Empowerment von Migrantinnen durch die Stärkung des sozialen Dialogs
und aktiver Konfrontation mit Diskriminierung.
1.2. Das Konzept
Das PreQual-Konzept basiert auf der Kombination von feldspezifischem Inhalt und einem
Empowerment-Ansatz (Befähigung, Ermächtigung). Der Empowerment–Ansatz im
Zusammenhang mit dem Projekt zielt darauf ab den Status Quo anzuzweifeln und die
strukturellen Barrieren wie Rassismus und soziale Bedingungen, welche die soziale Integration
und Partizipation verhindern oder behindern zu hinterfragen. Im Hinblick darauf wurde die
Pädagogik von Paulo Freire als ein Mittel zur Gestaltung eines Settings gewählt, um einen
Empowerment-Prozess auszulösen. In einem innovativen Anspruch auf Bildung und
Weiterbildung wird ein Curriculum für einen Vorqualifizierungskurs für Migrantinnen im
Gesundheits- und Pflegebereich entwickelt und in 3 Pilotkursen in Österreich, Italien und
Deutschland getestet.
1.3. Zielgruppen und Bereiche
Migrantinnen, die an einer Arbeit im Gesundheits- und Pflegebereich interessiert sind,
Migrantinnen, die eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis im Gastland besitzen,
AusbilderInnen von Migrantinnen im Gesundheits- und Pflegebereich, private und öffentliche
Dienstleister, Ausbildungs- und Gesundheitseinrichtungen der Krankenpflege, Altenpflege und
Spitäler.
1.4. Hintergrund und weitere Informationen
unter: http://www.prequalonline.org/01details.htm#03
1.5. Projektpartner
In der PreQual Partnerschaft schlossen sich unterschiedliche nationale und internationale
Partner, mit offenkundig umfangreichen Kompetenzen, Erfahrungen, Beziehungen und Kontakte
zu den verschiedenen Zielgruppen sowie einem großen Einflussbereich zusammen. Die
Kooperation besteht aus insgesamt 21 Organisationen aus sechs Ländern. Die maßgeblichen
Partner binden folgende 8 Organisationen ein:
Österreich: Verein maiz; http://www.maiz.at
Bulgarien: Health Care Association; http://hca.burgasnet.com
Deutschland: Europäische Bildungswerke für Beruf und Gesellschaft e.V.; http://www.ebg.de
Griechenland: Antigone; http://www.antigone.gr
Italien:
Associazione Delle Donne Brasiliane in Italien ; http://www.adbi.it
Università del Terzo Settore; http://www.uniterzosettore.it
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Associazione Nazionale Pubbliche Assistenze; http://www.anpas.org
Spanien: Instituto de Estudios Politicos para America Latina y Africa; http://www.iepala.es
1.6. Projektgrundsätze
Infolge des grundlegend auf feministischen und antirassistischen Aspekten basierenden
Charakters des Ausbildungskurses war es entscheidend von Anfang an Aspekte der
Selbstbestimmung, der Pädagogik von Paulo Freire und des Empowerments in das Projekt
aufzunehmen. Als Projektkoordinator initiierte maiz die Idee, eine Reihe von Grundsätzen
festzulegen und in Zusammenarbeit mit den Partner weiter zu entwickeln und schriftlich zu
vereinbaren. Die Grundsätze des Projektes agieren sozusagen als Leitbild und wurden
festgehalten, um sie in alle Projektaktivitäten einfließen zu lassen;
unter: http://www.prequalonline.org/01details.htm#09
2. Produkte

2.1. Projektgrundsätze siehe oben und unter http://www.prequalonline.org/01details.htm#09
2.2. Website
Die Projekt-Website www.prequalonline.org liefert Informationen über den Projektfortschritt
(potenzielle Teilnehmerinnen, lokale Gesundheitseinrichtungen etc.) und wird als intensive
Kommunikationsplattform genutzt.
2.3. Newsletter
Von September 2005 an beginnend wird ein Newsletter veröffentlicht und an alle nationalen
Mailadressen gesendet. Folgende Newsletter : 1. März 2006; 1. August 2006; 1. November
2006; 1. März 2007.
2.4. Nationale Studien
In allen teilnehmenden Ländern Österreich, Italien, Griechenland, Spanien, Bulgarien und
Deutschland wurden nationalen Studien in Bezug auf Arbeitsanforderungen im Gesundheitsund
Pflegebereich vorgenommen mit dem spezifischen Fokus auf Migrantinnen. Die Berichte
sind auf der Projekt-Website: http://www.prequalonline.org/05products.htm.veröffentlicht.
2.5. Vergleichende Studie
Eine Vergleichstudie, basierend auf nationalen Studien, wurde vor kurzem mit dem Titel:
“VERGLEICHENDE STUDIE über die Ausbildung und Be<schäftigungsmöglichkeiten für
Migrantinnen im Gesundheits- und Pflegebereich in Österreich, Bulgarien, Deutschland, Italien,
Spanien und Griechenland – Anregungen und Empfehlungen” fertig gestellt.
(Die komplette Studie kann unter: http://www.prequalonline.org/05products.htm heruntergeladen
werden.)
2.6. Curriculum
Es wird ein Curriculum entwickelt und an die besonderen Bedürfnisse der Länder angepasst. Es
wird Lösungsmodelle enthalten, die Migrantinnen aus den Partnerländern mit einbeziehen.
2.7. PreQual – Kurse
MAIZ, EBG und Uni.TS werden jeweils einen Pilotkurs mit 15-20 Teilnehmerinnen starten. Die
geplante Kursdauer wird 6 Monate (22 Stunden pro Woche), inklusive eines Praktikums, das in
der ersten und zweiten Hälfte des Kurses absolviert werden soll, betragen.
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Das Hauptziel des Kurses ist eine Verbesserung der Integration von Migrantinnen in den
Arbeitsmarkt und die Vermittlung von Basisqualifikation in Verbindung mit dem Grundsatz des
Empowerment. (http://www.prequalonline.org/02phase3.htm)
2.8. Handbuch
Ein Handbuch wird erstellt und als Lern- und Lehrmaterial dienen. Das Handbuch wird eine
detaillierte Beschreibung der Inhalte des Curriculums enthalten und ist ergänzt durch
Methodenanleitungen, Lernmaterial, Materialien zum Selbststudium und weiterführende
Literatur.
Parallel zur Entwicklung des Curriculums, werden die maßgeblichen Fachleute die geeigneten
Inhalte und Materialien dazu untersuchen, analysieren und entwickeln. Die Auswahl, die aus
diesem Prozess resultiert wird in dem Vorqualifikations-Ausbildungskurs umgesetzt und getestet
(Phase 3).
Auch unter: http://www.prequalonline.org/02phase3.htm.
3. Aktuell! Vergleichsstudie

Der kürzlich fertiggestellte Vergleichsbericht basiert auf 7 nationalen Studien von den 8
Projektpartnern aus 6 verschiedenen Ländern. Er ist in erster Linie für die Projektpartner als
Grundlage für die Entwicklung des Curriculums gedacht, bietet aber auch eine Übersicht über
die rechtliche - sowie die Beschäftigungssituation von Migrantinnen, die Ausbildung und
Beschäftigungen im Gesundheits- und Pflegebereich in vielen EU-Ländern. Die Bedeutung
dieser Arbeit bis zur Entwicklung des Curriculums ist es, dass sie Empfehlungen hinsichtlich
sowohl des Inhalts als auch der Methoden beinhaltet um sie im Pilotkurs umzusetzen.
3.1. Ergebnisse und Empfehlungen
Um die Schwierigkeiten /Probleme, denen Migrantinnen in der Ausbildung und im Beruf
begegnen hervorzuheben, ist der primäre Fokus auf das Fachwissen/Kompetenz der
Migrantinnen gelegt, welche sie selbst während in ihren Interviews zur Verfügung stellten. Die
Studie spiegelt auch die Kommentare von anderen Interviewpartnern – Institutionen,
Gewerkschaften und Diensleitungsanbietern wider, in der Bestrebung ein komplettes Bild der
Realität aus unterschiedlicher Sicht zu geben.
Auch wenn es nationale und institutionelle Unterschiede hinsichtlich der Auffassung im Bezug
auf Probleme und Schwierigkeiten gibt, denen Migrantinnen in der Ausbildung, in der
Weiterbildung sowie im Berufsleben begegnen, zeigt die Studie ein klares Bild der wesentlichen
Behinderungen und Hindernisse beim Zugang zum Berufsleben und der Bildung: Rassismus,
Anerkennung ausländischer Diplome, unterschiedliche ideologische Einstellungen, sprachliche
Fähigkeiten, Kinderbetreuung, Eurozentrische Aufnahmeprozesse, Auffassung von Vielfältigkeit
und Multikulturalismus, die Konzepte von Pflege im internationalen Vergleich, Diskrepanzen
zwischen Erwartungen und der Realität in der Pflegearbeit und dem Bildungswesen, begrenzter
Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt, Einreisebestimmungen verbunden mit Staatsbürgerschaft,
finanzielle Situation, niedrige Gehälter etc.
Weitere Informationen unter: www.prequalonline.org
4. Nationale Workshops und Transnationaler Workshop: Aktuell! (September und
Oktober 05)

Griechenland (Antigone), Italien (Uni.TS), Deutschland (EBG) und Österreich (maiz) werden
jeweils nationale Workshops organisieren und durchführen. Über 12 Workshops werden zur
Entwicklung des Curriculums bezüglich der Inhalte und Methoden unter Berücksichtigung der
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Ergebnisse und Empfehlungen der nationalen Berichte und der Vergleichsstudie sowie der
länderspezifischen Aspekte durchgeführt.
Weitere Punkte, die auf die Workshops zielen beinhalten entscheidende Zugangskriterien für
den Kurs sowie die Form der Zertifizierung. Nationale Experten (aus dem Gesundheits- und
Pflegebereich, Ausbilder, Migrantinnen, Leiter von Ausbildungsstätten, Oberschwestern…) und
Vertreter der Zielgruppe aus jedem Land werden daran teilnehmen.
Transnationaler Workshop
Im Anschluss an die nationalen Workshops werden die Partner aus Österreich, Deutschland und
Italien zu einem grenzübergreifenden Treffen zusammenkommen, um an der weiteren
Entwicklung des Handbuch-Prototyps einschließlich der Evaluation zu arbeiten.
Weitere Informationen unter: http://www.prequalonline.org/02phase2.htm
5. Projektkalender

Phase 1: Detaillierte Planung und Analyse, Studie der Arbeitsbedingungen
Beginn: 01.11.2004
Ende: 31.05.2005
Ergebnisse: Kick-off - Meeting; Projekt-Website; Interview-Leitfaden; nationale Studien (AT; BU,
DE; ES; GR; IT; IT); Vergleichsstudie; 2. Partnertreffen; Dissemination
(Presseveröffentlichungen, nationale Kontakte, Experten, Fachleute, Migrantinnen –
Organisationen).
Aktuell! Phase 2: Entwicklung des Curriculums und Vorbereitung der Pilotkurse
Beginn: 01.06.2005
Ende: 31.12.2005
Aktuelle Aktivitäten und Ergebnisse: Nationale Workshops; Transnationaler Workshop;
Handbuch für die Kurse; Verbreitung von relevanten Informationen zu den Pilotkursen;
Bekanntmachung der Kurse und Definition der Auswahlkriterien für die Teilnehmerinnen, der
Inhalts des Abschlusszeugnisses; Einführung in das Evaluationsmodul und Entwicklung eines
Evaluationsleitfadens (entsprechend dem Selbstevaluierungsmodel von maiz); geeignete
Strukturen für den Start des Pilotkurses gebildet; Produktion der Materialien für den Pilotkurs;
Lobbying relevanter nationaler Organisationen (Ministerien, Behörden,
Ausbildungseinrichtungen der Gesundheits- und Krankenpflege) um Anerkennung innerhalb des
formalen Bildungssystems zu finden, Praktikumstellen; Test und Auswahl der
Kursteilnehmerinnen
Phase 3: Test des Vorqualifizierungskurses, laufende Evaluation und Produktmodifikation
Beginn: 01.01.2006
Ende: 31.12.2006
Ergebnisse: die Pilotkurse mit bis zu 60 Teilnehmerinnen werden in Österreich (maiz),
Deutschland (EBG) und Italien (Uni.TS) starten, welcher 6 Monate des Jahres 2006 umfasst;
Handbuch; Evaluation; Produkteinführung; Übersetzung des Curriculums in alle
Partnersprachen;
3 Newsletter; 3. Partnertreffen in Italien (Januar 06):
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Januar – März 2007
Abschlusskonferenz; Erstellung des Handbuches; Dissemination; Abschlussberichte

Dieses Projekt wird gefördert durch das von der Europäischen Kommission ausgeschriebene
Bildungsprogramm Leonardo da Vinci. Der Inhalt des Berichts reflektiert die Ergebnisse der Analysen,
welche von den Projektpartnern durchgeführt wurden. Er spiegelt nicht unbedingt die Position der
Vertreter der Nationalen Agentur wider und beteiligt sie auch in keinerlei Verantwortung für ihren Teil.
Das Leonardo da Vinci Programm
Leonardo da Vinci ist ein Berufsbildungsprogramm der Europäischen Kommission, dessen Ziel es ist,
Strategien für lebenslanges Lernen in Übereinstimmung mit den nationalen Ausbildungsstrategien zu
implementieren und zu unterstützen. Durch Bestrebungen soll die Mobilität erhöht werden, Innovationen
gefördert und die Qualität der Ausbildung verbessert werden. Außerdem soll die Kooperation zwischen
verschiedenen Akteuren der Berufsbildung im Rahmen transnationaler Projekte ausgebaut werden.
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