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Evaluation/
Im Rahmen des Projektes
kommen zwei Methoden des Qualitätsmanagements
zum Einsatz, um die Qualität des Projektes zu
gewährleisten. In diesem Projekt ist eine Unterscheidung
zwischen der Evaluation des Prozesses und der Evaluation
des Meilensteine und Produktes festgelegt worden. Das ZOPP Modell (Zielorientierte
Projektplanung) beabsichtigt den Prozess zu evaluieren,
und das maiz Selbstevaluationsmodell wird das Produkt
evaluieren. Beides sind Methoden die zur Natur und
zum Inhalt des Projektes passen, in dem sie starke
Elemente der partizipativen Entscheidungsfindung sowie
Zielsetzung enthalten, die wiederum die Förderung
der Einhaltung von Projektzielen anstreben.
Die Qualität der Meilensteine und Produkte ist unter anderem,
auch von der Qualität des Prozesses abhängig.
Beide Evaluationsmethoden ergänzen einander mit
der Intention, die Qualität des Projektes als
Ganzes systematisch zu bewerten. Beide Methoden des
Qualitätsmanagements werden in alle Phasen des
Projektes integriert, um regelmäßig notwendige
Korrekturen und laufende Verbesserungen durchzuführen.
1. Prozessevaluierung - Zielorientierte
Projektplanung (ZOPP):
ZOPP ist ein Planungs- und Qualitätsmanagementtool,
das seit vielen Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit
eingesetzt und etabliert ist. Es ist durch Qualitäts-
und Prozessverständnis gekennzeichnet und steht
für ein partizipatives, an den Bedürfnissen
der Partner sowie Zielgruppen orientiertes Vorgehen.
Zum Einsatz der Methode ZOPP als Qualitätsmanagementinstrument
ist es notwendig, im Rahmen des ersten Partnertreffens
gemeinsam Erfolgskriterien für jede Phase zu
definieren. Als so genannte Indikatoren legen alle
Partnerorganisationen gemeinsam die quantitativen
und/oder qualitativen Kriterien der Zielerreichung
fest. Sie machen die Zielerreichung damit objektiv
nachprüfbar. Zur Bereitstellung der entsprechenden
Daten verpflichten sich alle involvierten Partnern,
wobei die Erfolgsindikatoren von den zugeteilten Partnern
überprüft werden. In allen Phasen des Projektes
kommt diese Evaluierungsmethode zum Einsatz.
Meilensteine und Produktevaluierung - Evaluation
und Empowerment nach MAIZ:
Zur Evaluierung der Vorqualifizierungsmaßnahme
(Curriculum und Handbuch) kommt ein neues, von MAIZ
im Rahmen eines EQUAL-Projektes (MAIZ, Rasmigras)
entwickeltes Evaluationsmodell zur Anwendung. Für
das Projekt „Vorqualifizierung von Migrantinnen
im Gesundheitsbereich“ wird diese Methode von
Phase 2 bis 3 eingesetzt und ergänzt die projektbegleitende
Qualitätssicherung durch ZOPP. Das Innovationspotenzial
dieses Evaluationsmodells liegt in der Verbindung
von (Selbst- ) Evaluation und Empowerment unter besonderer
Berücksichtigung der Machtgefälles zwischen
hegemonialen und rassistisch diskriminierten Gruppen,
sowie in dessen Prozessorientierung.
Zentrale Ausgangsbasis ist dabei die Relativierung
des Machtgefälles zwischen hegemonialen und rassistisch
diskriminierten Gruppen durch die aktive Einbeziehung
der Zielgruppe „Migrantinnen“ als Expertinnen
(Expertinnen des Alltags) in das Qualitätsmanagement.
Die Verbindung von Evaluation und Empowerment wird
dadurch in den Bildungsprozess miteinbezogen. Die
Einbeziehung der Migrantinnen als Expertinnen des
Alltags bewirkt das Zustande bringen von nützlichen
Ergebnissen, die eine tatsächliche Relevanz für
die Praxis haben und auch didaktisch sinnvoll und
praktikabel für die TrainerInnen sind.
Die Selbstevaluation findet vor, während und
nach der Qualifizierungsmaßnahme statt. Die
Erhebungsinstrumente werden in die Qualifizierungsmaßnahme
integriert, wodurch eine kontinuierliche, prozessorientierte
Erhebung gewährleistet werden kann. Ergebnisse
aus der Evaluation können daher mit sofortiger
Intervention in den Kurs aufgenommen werden, anstelle
der verspäteten Nutzbarmachung erst in Folgekursen.
Die Evaluation wird wissenschaftlich begleitet. In
einem diskursiven Prozess mit Migrantinnen und Trainerinnen,
bringt sich die wissenschaftliche Begleitung mit Fokus
auf Evaluationsmaterialien und -fragen ein.
Die Durchführung des Evaluierungsmodells regt
die Reflexion der Lernfortschritte und Förderung
der kritischen Auseinandersetzung mit dem praktischen
arbeitsmarktbezogenen und persönlichen Nutzen
der Kursinhalte und Lehrmethoden an. Informations-
und Kommunikationstechnologien (IKT) können als
Erhebungsmethode einbezogen werden. Dies ist nicht
zuletzt abhängig von der Akzeptanz durch die
Kursteilnehmerinnen und Praktikabilität für
die Trainerinnen. Operationelle Ziele sind verschiedene
Dokumente der Erhebungen im Kurs (schriftliche Videodokumente,
Collagen..) und im Zusammenhang damit (Protokolle
der Trainerinnen, Unterrichtsmaterial, Teamprotokolle,...),
die Erhebungsinstrumente sowie Evaluationsberichte
(Auswertungen) und das Selbstevaluationskonzept (Leitfaden).
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